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Kerbeweinprobe 2010
Kerbeweinprobe 2010
Kerbeweinprobe 2010
Kerbeweinprobe 2010
"Brot und Wein"
Sollen Wein und Brot immer harmonisch zueinander passen, oder kann es auch mal im Kontrast stehen? Diese Frage konnten sich die Gäste der diesjährigen Kerbeweinprobe im Gau-Bickelheimer Bürgerhaus beantworten. Wie immer hatten die teilnehmenden Vereine und Winzer ein buntes Programm rund um das Motto "Brot und Wein" zusammengestellt.
Dieses Jahr konnte Klaus Bornheimer die Rheinhessische Weinprinzessin Katharina Faust als Moderatorin an seiner Seite willkommen heißen. Doch zunächst gab es einen musikalischen Gruß von Ferdinand Spang, Valentin Bornheimer, Christian Grosse und Albert Zimmermann. Zusammen mit einem "Perlenspiel trocken" gaben die 4 Musiker mit ihrem "Grüß Gott, Ihr Leit" schon mal einen Überblick über das Programm.
Die Moderatoren Katharina und Klaus wurden den Gästen vorgestellt und auch die Problematik der heißbegehrten Karten für die Weinprobe wurde in lustiger Art und Weise aufgegriffen. Nach diesem gelungenen Auftakt war die Stimmung schon sehr gut und die Weinprobe konnte beginnen.
Klaus Bornheimer wusste allerlei Interessantes über Brot so berichten. So verzehrt jeder Deutsche pro Jahr im Schnitt 85 kg des ältesten Nahrungsmittels der Welt. Eine Menge, über die sich, in Wein gerechnet, jeder Winzer freuen würde, wie Bornheimer scherzhaft bemerkte.
Auch Katharina Faust begrüßte die Gäste und gab eine kurze "Betriebsanleitung" für das Verzehren der verschiedenen Brotsorten, von denen jeweils 4 auf einem Teller gereicht wurden.
Insgesamt wurden an diesem Abend 19 Weine in 9 Durchgängen und Brotsorten verköstigt.
Angefangen wurde mit den Rotweinen: Zu Zwiebel-, Roggen- und Dinkelvollkornbrot wurden tolle Weine wie z.B. St. Laurent, Spätburgunder oder auch ein Schwarzriesling verköstigt. Katharina Faust erklärte den Gästen, wie aus roten Trauben ein weißer Wein - Blanc de Noir - gekeltert wird. Zwischen den einzelnen Durchgängen konnte Klaus Bornheimer neben zahlreichen Ehrengästen auch Bürgermeister Janz und seinen 1. Beigeordneten Krämer sowie die Vorsitzenden der örtlichen Vereine begrüßen. Gleich als Erstes bat er unseren Bürgermeister Janz nach vorne. Dieser erzählte zunächst eine Anekdote vom diesjährigen "Weinerleben im Wißberg", bei dem er zusammen mit Katharina Faust die einzelnen Stände besuchte. Bei dem heißen Wetter wurde ihm alles abverlangt, während er bei der Weinprinzessin keine nennenswerten Schwächephasen ausmachen konnte.
Anschließend nahm er die Gelegenheit wahr, sich bei Klaus Bornheimer und dessen Gattin Katharina zu bedanken. Bornheimer dankt immer den Helfern, ohne sich selbst dabei zu erwähnen. Bürgermeister Janz dankte den beiden für die tolle Vorbereitung und überreichte Katharina Bornheimer einen Blumenstrauß.
Anschließend musste Katharina Faust den Gästen von ihrem ereignisreichen Jahr als Weinprinzessin berichten, z.B. vom Wahlabend in Mainz oder von einer spontanen Weinprobe in einem Zug aus Dresden. Sie berichtete auch von ihrem wohl einmaligen Elefantenritt durch Rheinhessens Weinberge und zeigte tolle Bilder. Währenddessen konnte man auch ihren Prinzessinnenwein probieren, einen Dornfelder Rosé, der "außer Konkurrenz" gereicht wurde.
Nach einem weiteren musikalischen Beitrag "Heit gehts uns wieder gut", der die Anwesenden schon zu ersten Schunkeleinlagen einlud, wurden zum Ende der ersten "Halbzeit" die beiden ersten Weißweine des Abends zu einem Sonnenblumenbrot probiert.
In der Pause stärkte man sich mit Gulaschsuppe und einem Riesling oder Dornfelder, bevor es mit Nussbrot und dem 5. Durchgang weiterging.
Auch in der zweiten Hälfte gab es ein breites Spektrum von Weinen. Von Grauburgunder und Chardonnay über Riesling und Scheurebe war wohl für jeden Weinliebhaber etwas dabei. Auch ein Wingertsknorze durfte, verköstigt mit einem Riesling und einem Morio-Muskat, natürlich nicht fehlen.
Stets konnte Katharina Faust Interessantes zu den einzelnen Weinen erzählen, die "jeder für sich die Handschrift des Winzers tragen".
Heiter, aber auch nachdenklich unterhielt Alt-Bürgermeister Peter Hollenbach mit seinen Beiträgen. Mit "Unkel Joe, vum Babbele" und von der "Deier Zeit" gab er auch gleichzeitig einen schönen Mundart-Kurs für alle auswärtigen Gäste.
Ferdi Spang gab einen Einblick, wie er aus den Geschichten vom Leben in Gau-Bickelheim seine tollen Liedtexte macht. Mit "Mol e Schoppe" zur Melodie von Country Roads, "Wo macht de Rhoi e Knie" und dem mit Zugabe geforderten "Grumbeerbrie" belegte er dies auch gleich eindrucksvoll.
"Ihr seid einfach Spitze", bedankte sich Bornheimer bei den vier Musikern und das Publikum gab ihm mit seinem Applaus Recht.
Bevor die Weinprobe mit einer edelsüßen Huxelrebe-Beerenauslese zusammen mit einem Rosinenbrot zu seinem Abschluss kam, gab sich Gott Bacchus persönlich die Ehre. Heiner Lohr aus Alzey wurde mit seinem Beitrag seiner Rolle als Gott der Fröhlichkeit und des Weines voll gerecht.
Unter stehenden Ovationen des Publikums dankte Klaus Bornheimer Katharina Faust für die Präsentation der Weine, bei der sie mit ihrer freundlichen Art, aber auch mit ihrem Fachwissen überzeugte. Zugleich stellte er dem Publikum Anna Schnabel vor und forderte sie auf, sich doch auch einmal für das Amt der Rheinhessischen Weinkönigin zu bewerben. Auch alle Mitwirkenden bekamen ihren verdienten Applaus, denn die Weine machen nur einen Teil des Erfolges der Kerbeweinprobe aus. Klaus Bornheimer dankte aber auch allen Helfern, die im Hintergrund zum Gelingen beitragen. Besonders bedankte er sich bei Veronika Jung von der Bäckerei Bunn für die wirklich leckeren Brote.
Karl-Heinz Schnabel bedankte sich im Namen der teilnehmenden Winzer bei Klaus Bornheimer für die Moderation der nun bereits zwölften Kerbeweinprobe und nahm ihn auch gleich für die nächste in die Pflicht. Bornheimer rief nochmal die letzten Weinproben in Erinnerung und ließ die Gäste wählen, welche sie im nächsten Jahr nochmal erleben möchten. Soviel sei verraten, es wird süß.
Den krönenden Abschluss gab wiederum Ferdi Spang mit seinem "Rhoihesseland".


























